Loreta

Die als Loreto bezeichneten Wallfahrtsorte gehörten schon immer zu den meistbesuchten in der katholischen Welt.

Nach dem Sieg der Habsburger bei der Schlacht am weißen Berg, 1621, führte ein umfassender Rekatholisierungsprozess zur Gründung von Loreto-Wallfahrtsstätten in ganz Böhmen. Das erschien damals als geeignetes Mittel, das Interesse der böhmischen Bevölkerung an der katholischen Religion wiederzugewinnen.

Der Bau des Prager Loreto-Heiligtums (Pražská Loreta) dauerte von 1626 bis 1750. Im Jahre 1721 wurde die barocke Front durch Christoph und Kilian Ignaz Dientzenhofer nachträglich errichtet. Die Orgel in der Loreto-Kirche stammt von Leopold Spiegel. Der Urheber des Skulpturenschmucks ist H. Kohl. Das 1694 in Amsterdam erstellte Glockenspiel ist im frühbarocken Turm untergebracht. Der Uhrmacher des komplizierten Spielwerks, das stündlich eine wehmütige Weise ertönen lässt, war der Prager Peter Neumann.

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